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600-kW-Ladepunkte für E-Busse am ZOB München

Daimler Buses errichtet bis Ende 2026 vier öffentliche Schnellladepunkte am Münchner Zentralen Omnibusbahnhof.

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600-kW-Ladepunkte für E-Busse am ZOB München

Daimler Buses erweitert sein eigenes Ladenetz für Elektrobusse und plant am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in München vier öffentliche Ladepunkte mit bis zu 600 kW Leistung für den Fern- und Überlandverkehr.

Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur
Daimler Buses hat mit Wealthcap als Eigentümervertreterin des Münchner ZOB einen Vertrag zum Aufbau der Ladeinfrastruktur geschlossen. Die Umsetzung erfolgt über die hundertprozentige Tochtergesellschaft Daimler Buses Solutions GmbH.

Bereits im Oktober 2025 hatte das Unternehmen im Rahmen eines Pilotprojekts mit der Stadt Köln erste öffentliche E-Bus-Ladepunkte angekündigt. Ziel ist es, an hochfrequentierten touristischen Standorten in Europa weitere Ladepunkte zu etablieren und damit die öffentliche Ladeinfrastruktur für Überland- und Fernbusse zu ergänzen.

Schnellladen während regulärer Standzeiten
Am ZOB München sind insgesamt vier Ladesäulen mit einer Ladeleistung von jeweils bis zu 600 kW vorgesehen. Zwei Ladepunkte sollen im Laufe des Jahres 2026 realisiert werden. Die Bauarbeiten im zweiten Quartal 2026 umfassen Tiefbau, Verlegung von Starkstromkabeln, Installation eines Transformators sowie die Errichtung der Fundamente. Die Inbetriebnahme ist noch für 2026 geplant.

Die Ladepunkte sind markenunabhängig nutzbar und werden mit grünem Strom betrieben. Das Konzept sieht vor, die ohnehin notwendigen Standzeiten am Busbahnhof – etwa für Fahrgastwechsel, Ticketkontrolle oder Gepäckhandling – zum Nachladen zu nutzen. Zusätzliche Ladepausen oder Umwege sollen dadurch entfallen.

Unterstützung für den Mercedes-Benz eIntouro
Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur will Daimler Buses insbesondere den Einsatz des ersten elektrischen Überlandbusses, des Mercedes-Benz eIntouro, unterstützen. Das Fahrzeug ist seit Frühjahr 2025 bestellbar; die Auslieferung der ersten Kundenfahrzeuge beginnt im zweiten Halbjahr 2026.

Der eIntouro ist für Verbindungen zwischen Stadt und Land sowie für kleinere Reiseverkehre ausgelegt. Daimler Buses sieht hier ein zentrales Einsatzfeld für elektrische Busse außerhalb des urbanen ÖPNV. Da der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur aus Unternehmenssicht nur langsam voranschreitet, sollen eigene Ladepunkte den Markthochlauf beschleunigen.

Finanzierung und Betrieb aus einer Hand
Die Finanzierung und der Betrieb der Ladesäulen erfolgen durch die Daimler Buses Solutions GmbH. Die Refinanzierung ist über den Stromverkauf vorgesehen. Nach der Inbetriebnahme übernimmt ein eigenes Serviceteam Wartung und technischen Betrieb.

Für Grundstückseigentümer bedeutet dieses Modell eine Ladeinfrastruktur ohne eigene Investitionen. Planung, Bau, Betrieb und Service werden aus einer Hand erbracht.

Einbindung in das eMobilitäts-Ökosystem
Unter der Submarke OMNIplus CHARGE bietet Daimler Buses gemeinsam mit der Daimler Buses Solutions GmbH ein umfassendes eMobilitäts-Ökosystem an. Dieses reicht vom konfigurierten Elektrobus über softwaregestützte Machbarkeitsstudien bis hin zur vollständigen Lade- und Wasserstoffinfrastruktur für Betriebshöfe, einschließlich Baumaßnahmen, Ladegeräten, Batteriespeichern und Lademanagementsystemen.

Mit dem Aufbau öffentlicher 600-kW-Ladepunkte am ZOB München erweitert Daimler Buses sein Infrastrukturportfolio und adressiert die Anforderungen des elektrifizierten Fern- und Überlandverkehrs in Europa.

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