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Aktives Lastmanagement von Jungheinrich optimiert Solarstrom für Industrieflotten
Foppa nutzt das aktive Lastmanagement von Jungheinrich, um das Laden von Elektro-Lkw dynamisch mit der Echtzeit-Solarleistung zu synchronisieren und bezieht 90% seiner Energie direkt aus Photovoltaikstrom.
www.jungheinrich.co.uk

Während viele Industriebetriebe bei der Nutzung von Solarstrom auf einfache zeitgesteuerte Ladungen oder kostspielige stationäre Batteriespeicher setzen, zeigt die Integration des Active Load Management (ALM) von Jungheinrich am Foppa-Hauptsitz in Neumarkt einen effizienteren Weg auf. Durch die Priorisierung der Echtzeit-Synchronisation gegenüber statischen Zeitplänen kann das Unternehmen seine Flurförderzeugflotte zu rund 90 % mit selbst erzeugtem Solarstrom betreiben – ein deutlicher Sprung gegenüber gängigen Branchenstandards.
Die Lücke zwischen Erzeugung und Bedarf schließen
Die größte Herausforderung für energieintensive Logistikzentren – insbesondere solche mit Kühlhäusern – ist die Diskrepanz zwischen der maximalen Solarproduktion am Tag und dem hohen betrieblichen Bedarf in der Nacht. Foppa löste dies durch die Abkehr von konventionellen Ladegeräten mit festen Ladezeiten. Stattdessen fungiert das ALM-System als dynamisches Bindeglied zwischen der 1-MWp-Photovoltaikanlage des Unternehmens und der Fahrzeugflotte. Durch die kontinuierliche Anpassung der Ladeleistung an die aktuelle Solarverfügbarkeit und die Netzgrenzen stellt das System sicher, dass die Fahrzeuge als flexible Energiespeicher fungieren, die überschüssigen Strom genau dann aufnehmen, wenn er erzeugt wird.
Der Lithium-Ionen-Vorteil beim intelligenten Laden
Ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal in diesem Setup ist der Übergang von der Blei-Säure- zur Lithium-Ionen-Technologie. Herkömmliche Blei-Säure-Batterien besitzen nicht die erforderliche Flexibilität für schnelles, intermittierendes „Gelegenheitsladen“, ohne die Lebensdauer der Batterie zu verkürzen. Im Gegensatz dazu unterstützen Lithium-Ionen-Batterien variable Leistungsstufen und kurze Ladeintervalle, was sie zur idealen Hardware für eine ALM-gesteuerte Umgebung macht. Diese technologische Synergie ermöglicht es Foppa, hohe Nutzungsraten des selbsterzeugten Stroms zu erzielen, ohne dass Investitionen in separate, großflächige stationäre Batteriespeichersysteme erforderlich sind.
Optimierung von Betriebsabläufen und Infrastruktur-Zuverlässigkeit
Neben der Energieeffizienz hat die Implementierung von zwölf mit ALM-Funktionalität ausgestatteten Jungheinrich ECE-Kommissionierern die Lagerlogistik gestrafft. Der Wechsel zu einem dezentralen, intelligenten Lademodell macht dedizierte Laderäume und das manuelle Handling schwerer Wechselbatterien überflüssig. Durch die dynamische Deckelung der Ladeleistung passend zur vorhandenen Infrastruktur und den Energielieferverträgen verhindert das System zudem Lastspitzen, die ansonsten zu teuren Netzentgelten oder Infrastrukturbelastungen führen könnten.
Skalierung nachhaltiger Logistik
Der Erfolg am Standort Neumarkt dient als Blaupause für die Integration erneuerbarer Energien in die Intralogistik. Durch die Konzentration auf eine intelligente, softwaregesteuerte Energieverteilung anstatt einer bloßen Erhöhung der Hardwarekapazitäten hat Foppa eine höhere Planungssicherheit gewonnen und die Abhängigkeit von schwankenden Energiemärkten reduziert. Das Unternehmen prüft derzeit weitere Ausbaustufen, um verbleibende Solarüberschüsse in zusätzliche logistiknahe Prozesse zu leiten und so die Schnittstelle zwischen industrieller Automatisierung und erneuerbaren Energien weiter zu optimieren.
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