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ÖBB bauen erneuerbare Energie für Bahnstrom aus

ÖBB-Infrastruktur AG treibt den Ausbau von Photovoltaik-, Wasser- und Windkraftanlagen voran, um die Eigenversorgung mit klimafreundlichem Bahnstrom in Österreich zu erhöhen.

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ÖBB bauen erneuerbare Energie für Bahnstrom aus

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) setzen ihre Strategie zur Nutzung erneuerbarer Energien konsequent fort. Der Ausbau eigener Anlagen zur Erzeugung von Grünstrom bildet eine zentrale Grundlage für klimafreundlichen Schienenverkehr sowie für den energieeffizienten Betrieb von Infrastruktur und Gebäuden. Im Jahr 2025 wurden 30 neue Photovoltaikanlagen errichtet, die zusammen eine jährliche Stromproduktion von 26,5 GWh erreichen und rechnerisch mehr als 6.500 Haushalte ein Jahr lang versorgen könnten.

Ausbau erneuerbarer Energieinfrastruktur
Mit Ende 2025 umfasst das Energieportfolio der ÖBB 144 Photovoltaikanlagen, neun Wasserkraftwerke und eine Windkraftanlage. Diese Anlagen erzeugen insgesamt so viel erneuerbare Energie, dass damit rechnerisch rund 275.000 österreichische Haushalte versorgt oder etwa 2.000 Erdumrundungen mit dem Zug durchgeführt werden könnten.

Für 2026 ist der weitere Ausbau geplant. Mehr als 30 zusätzliche Photovoltaikanlagen befinden sich in Planung oder bereits in Umsetzung. Ein technologisches Schwerpunktprojekt ist die erste Agri-Photovoltaikanlage der ÖBB im Burgenland. Die Anlage nutzt ein Tracker-System mit beweglichen Modulen und soll jährlich etwa 7,7 GWh Strom erzeugen.

Ausbau der Photovoltaikproduktion
Im Jahr 2025 wurde die Photovoltaikleistung der ÖBB deutlich erweitert. Die neuen Anlagen steigerten die jährliche Sonnenstromproduktion auf rund 65 GWh, was einem Zuwachs von etwa 26 GWh gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Ein regionaler Schwerpunkt lag in Niederösterreich, wo unter anderem Photovoltaikanlagen auf Parkdecks, Technikgebäuden sowie auf bestehenden Infrastrukturen installiert wurden. Innovative Anwendungen umfassen etwa PV-Module auf Lärmschutzwänden oder auf Park-&-Ride-Anlagen, wodurch bestehende Flächen für Energieerzeugung genutzt werden können.

Auch in Wien wurden zusätzliche Anlagen realisiert, darunter Projekte auf Werkshallen und Ausbildungsstätten der ÖBB. In Oberösterreich begann 2025 der Bau der bislang größten 16,7-Hz-Photovoltaikanlage für Bahnstrom in Asten/Enns. Mit einer geplanten Jahresproduktion von 23,8 GWh kann die Anlage künftig ausreichend Energie für etwa 7.000 Railjet-Fahrten zwischen Linz und Wien bereitstellen.

Zusätzlich wurde in Riedau/Taiskirchen eine Agri-PV-Anlage für Bahnstrom in Betrieb genommen. Diese erzeugt jährlich rund 19 GWh und ermöglicht gleichzeitig eine landwirtschaftliche Doppelnutzung der Fläche.

Weitere Projekte im Jahr 2026
Der Ausbau wird 2026 fortgesetzt. Neue Photovoltaikanlagen entstehen unter anderem in Salzburg sowie an mehreren Standorten in Wien, etwa auf Logistik- und Instandhaltungshallen. Allein diese Projekte sollen die jährliche Sonnenstromproduktion um etwa 800 MWh erhöhen.

Ein besonderes Projekt entsteht in Donnerskirchen im Burgenland, wo eine Agri-PV-Anlage mit rund 10.600 beweglichen Modulen geplant ist. Die Anlage soll Strom direkt in die Oberleitung der Pannoniabahn einspeisen und gleichzeitig landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen.

Wasserkraft als stabile Energiequelle
Neben Photovoltaik bleibt die Wasserkraft ein zentraler Bestandteil der CO₂-freien Bahnstromproduktion. Das ÖBB-Kraftwerk Spullersee feierte 2025 sein 100-jähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Modernisierung im Jahr 2021 stellt es gemeinsam mit dem Kraftwerk Braz eine stabile Stromversorgung für den Bahnverkehr in Vorarlberg sicher.

Energiestrategie der ÖBB
Mit dem Ausbau eigener erneuerbarer Energieanlagen verfolgen die ÖBB das Ziel, den Eigenversorgungsgrad beim Bahnstrom von 60 % auf 80 % zu erhöhen. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energie für Betriebsanlagen von 11 % auf 67 % steigen. Ergänzend planen die ÖBB Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, beispielsweise durch Modernisierung des Bahnstromnetzes und Optimierung von Gebäuden.

Die Strategie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von externen Energiequellen zu reduzieren und den Bahnverkehr langfristig mit regional erzeugter, klimafreundlicher Energie zu betreiben.

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