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Wann Cermet sinnvoll ist – angesichts steigender Hartmetallkosten

Bei Rohstoffknappheit bietet Cermet besonders in Schlichtbearbeitung eine rationale Alternative zu Hartmetall.

  tungaloy.com


Iwaki, Japan — März 2026

Da der Zugang zu kritischen Rohstoffen zunehmend eingeschränkt wird, überdenken Hersteller, wie Schneidstoffmaterialien in den verschiedenen Phasen der Zerspanung eingesetzt werden. Obwohl Hartmetall für viele Bearbeitungsprozesse unverzichtbar bleibt, ist sein umfassender Einsatz nicht immer technisch erforderlich – insbesondere bei Schlichtbearbeitungen.

In solchen Anwendungen verschiebt sich der Fokus von der Belastbarkeit hin zu Prozessstabilität, Oberflächenqualität und effizientem Materialeinsatz. Genau hier stellt Cermet eine rationale und technisch sinnvolle Alternative dar.

Weniger Hartmetall durch gezielten Einsatz

Hartmetall ist bei Schruppbearbeitungen und schweren Zerspanprozessen unverzichtbar. Schlichtbearbeitungen sind jedoch typischerweise gekennzeichnet durch:

• geringe Schnitttiefen
• hohe Schnittgeschwindigkeiten
• niedrige Schnittkräfte
• kontinuierliche oder leicht unterbrochene Schnitte

Unter diesen Bedingungen werden die hohe Zähigkeit und das Materialvolumen von Hartmetall häufig nicht vollständig ausgenutzt.

Cermet – ein Werkstoff aus keramischen und metallischen Komponenten – wurde speziell für dieses Einsatzfenster entwickelt. Durch eine geringere Abhängigkeit von Hartmetall bei gleichzeitig stabiler Zerspanleistung bietet Cermet eine praktische Antwort auf die zunehmende Rohstoffknappheit, ohne die Bearbeitungsergebnisse zu beeinträchtigen.

Wo Cermet seine Stärken ausspielt

Cermet ist kein universeller Ersatzwerkstoff. Sein Vorteil liegt in der richtigen Anwendung.

Typische Einsatzbereiche sind:

• Schlichtbearbeitung und leichtes Vorschlichten
• kontinuierliche oder leicht unterbrochene Schnitte
• stabile Bearbeitungsbedingungen
• Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Oberflächenqualität

Wird Cermet unter diesen Bedingungen und mit geeigneten Schnittparametern eingesetzt, kann die Produktivität erhalten bleiben, während gleichzeitig eine bessere Oberflächenkonsistenz und eine vorhersehbare Werkzeugabnutzung erreicht werden.

Cermet-Sorten von Tungaloy für Schlichtbearbeitungen

Die Tungaloy Corporation bietet ein fokussiertes Cermet-Programm für Schlicht- und leichte Bearbeitungen von Stählen und legierten Stählen:

NS9530 – Ausgewogene Kombination aus Zähigkeit und Verschleißfestigkeit für stabile Schlicht- bis mittlere Bearbeitungen.
GT9530 – Optimiert für hohe Oberflächenqualität und Verschleißbeständigkeit bei präzisen Schlichtbearbeitungen.
AT9530 – Entwickelt für die Bearbeitung legierter Stähle mit gleichbleibend hoher Oberflächenqualität bei kontinuierlichen Schnitten.

Statt einer komplexen Erweiterung des Sortiments ist diese Baureihe darauf ausgelegt, typische Schlichtbearbeitungen klar und zuverlässig abzudecken.

Produktivität durch Engineering – nicht durch einfachen Ersatz

Der Einsatz von Cermet bedeutet nicht, Hartmetall in allen Anwendungen zu ersetzen. Es geht vielmehr darum, den Bearbeitungsprozess gezielt zu optimieren.

Aus produktionstechnischer Sicht kann der Einsatz von Cermet unter geeigneten Bedingungen:

• die Abhängigkeit von Hartmetallressourcen reduzieren
• eine stabile Produktivität bei Schlichtbearbeitungen sichern
• eine hohe und gleichmäßige Oberflächenqualität gewährleisten
• die Kosteneffizienz des Bearbeitungsprozesses verbessern

Entscheidend ist die Abstimmung von Schneidstoff, Schneidengeometrie und Schnittparametern auf die tatsächlichen Anforderungen der Anwendung.

Ein intelligenterer Einsatz von Materialien

Da die Verfügbarkeit von Rohstoffen zunehmend zu einer langfristigen Herausforderung wird, müssen sich Bearbeitungsstrategien von einem übermäßigen Materialeinsatz hin zu einer effizienteren Nutzung entwickeln. Cermet stellt dabei eine gezielte, anwendungsorientierte Lösung dar, die Schlichtleistungen ermöglicht und gleichzeitig den Einsatz von Hartmetall reduziert.

In der heutigen Fertigungsumgebung bedeutet Effizienz nicht nur schnelleres Zerspanen. Sie bedeutet, den richtigen Werkstoff am richtigen Ort und aus dem richtigen Grund einzusetzen.

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