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Kryogenes Regelventil reduziert Leckagen und Energieverluste

Emerson stellt ein Top-Entry-Ventil für Niedertemperatur-Prozesssysteme vor, das Emissionskontrolle, Wartungszugang und Energieeffizienz in kryogenen Anwendungen verbessert.

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Kryogenes Regelventil reduziert Leckagen und Energieverluste

Kryogene Prozesssysteme in LNG, Wasserstoffverflüssigung und Luftzerlegung erfordern eine präzise Durchflussregelung unter extremen Temperaturen bei gleichzeitiger Begrenzung von Energieverlusten und flüchtigen Emissionen. In diesem Zusammenhang hat Emerson das Fisher IC2 Cryogenic Top-Entry Control Valve für industrielle Niedertemperaturanwendungen eingeführt.

Ausgelegt für den Einsatz in Kälteboxen
Das Ventil ist für den Einsatz in sogenannten Kälteboxen vorgesehen, die isolierte kryogene Ausrüstung wie Wärmetauscher, Rohrleitungssysteme und Destillationskolonnen enthalten. Diese Umgebungen arbeiten typischerweise bei Temperaturen nahe -269 Grad Celsius und erfordern Komponenten, die strukturelle Integrität und Dichtleistung unter thermischer Belastung aufrechterhalten.

Das Fisher IC2 Regelventil ist für den Betrieb bis -452 Grad Fahrenheit (-269 Grad Celsius) ausgelegt und entspricht damit den Bedingungen in der LNG-Produktion sowie in Systemen zur Wasserstoffverflüssigung. Sein Einsatzbereich umfasst Prozessindustrien, in denen eine stabile Fluidregelung bei kryogenen Temperaturen entscheidend für Systemeffizienz und Produktausbeute ist.

Kontrolle von Wärmeeintrag und Emissionen
Kryogene Systeme reagieren empfindlich auf Wärmeeintrag, da dieser den Energiebedarf erhöht und zu Prozessinstabilitäten führen kann. Das IC2 Ventil verfügt über einen schlanken Verlängerungsdurchmesser und eine Strömungsbarriere, um den leitenden Wärmeeintrag aus der Umgebung in das Prozessmedium zu reduzieren.

Durch die Begrenzung des Wärmeeintrags senkt das Ventil den Energieaufwand zur Aufrechterhaltung niedriger Fluidtemperaturen und trägt damit zu einer verbesserten Prozesseffizienz im Kontext der industriellen Automatisierung bei. Diese Konstruktionsmerkmale unterstützen zudem stabilere Betriebsbedingungen in kontinuierlichen kryogenen Prozessen.

Die Leckagekontrolle erfolgt über das Fisher ENVIRO-SEAL™ Dichtungssystem und eine integrierte Faltenbalgeinheit. Diese Ausführung begrenzt flüchtige Emissionen auf maximal 100 Teile pro Million nach Volumen und erfüllt oder übertrifft die Anforderungen der U.S. Environmental Protection Agency. Niedrigere Emissionsraten wirken sich direkt auf die Einhaltung regulatorischer Vorgaben aus und reduzieren Produktverluste in Anwendungen mit flüchtigen Gasen.

Wartungszugang in Niedertemperatursystemen
Die Wartung in kryogenen Anlagen ist aufgrund von Isolationsschichten und eingeschränkter Zugänglichkeit komplex. Das IC2 Ventil nutzt ein Top-Entry-Design, wodurch interne Komponenten gewartet werden können, ohne das Ventilgehäuse aus der Rohrleitung zu entfernen.

Zu den Servicemerkmalen gehören eine einzelne Stopfbuchsenmutter, eine modulare Spindelbaugruppe, ein unabhängig austauschbarer Faltenbalg sowie austauschbare Innenteile wie Ventilkegel und Sitzring. Für den Ausbau des Sitzrings steht ein spezielles Werkzeug zur Verfügung, wodurch Wartungszeiten reduziert und Betriebsunterbrechungen minimiert werden.

Das Ventil verwendet zudem gehärtete Innenteile und eine Metall-auf-Metall-Dichtung, um die Dichtleistung über lange Betriebszyklen aufrechtzuerhalten, insbesondere bei Anwendungen mit wiederholten Temperaturwechseln und Druckschwankungen.

Druckklasse und Nennweitenbereich
Das Fisher IC2 Regelventil ist für die Druckklasse CL600 ausgelegt und in Nennweiten von 1 bis 4 Zoll (DN25 bis DN100) erhältlich. Dieser Bereich ermöglicht die Integration in verschiedene kryogene Prozessleitungen, wobei zusätzliche Größenvarianten in Entwicklung sind.

Auswirkungen auf die Effizienz kryogener Prozesse
In kryogenen Anwendungen sind Energieverbrauch und Emissionskontrolle eng mit der Leistungsfähigkeit einzelner Komponenten verknüpft. Durch die Kombination aus reduziertem Wärmeeintrag, kontrollierten Leckageraten und vereinfachtem Wartungszugang adressiert das Ventildesign typische betriebliche Herausforderungen in LNG-, Wasserstoff- und Luftzerlegungssystemen.

Die Integration dieser Eigenschaften unterstützt ein vorhersehbareres Systemverhalten, einen geringeren Wartungsaufwand über den Lebenszyklus sowie eine bessere Einhaltung von Umweltvorgaben in industriellen Prozessumgebungen.

Bearbeitet von Aishwarya Mambet, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.

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