www.konstruktion-industrie.com

Drahtlose Anlagenüberwachung für die industrielle Instandhaltung

Emerson stellt eine IIoT-Plattform vor, die eine drahtlose Zustandsüberwachung und die Digitalisierung von Inspektionen in Prozessindustrien über bestehende Anlagennetze ermöglicht.

  www.emerson.com
Drahtlose Anlagenüberwachung für die industrielle Instandhaltung

Betreiber industrieller Anlagen sind bei vielen kritischen Assets weiterhin auf manuelle Inspektionsrundgänge angewiesen, insbesondere dort, wo sich die Kosten für die Installation kabelgebundener Überwachungssysteme nur schwer rechtfertigen lassen. Die neue drahtlose Monitoring-Plattform von Emerson wurde entwickelt, um dieser Herausforderung zu begegnen, indem sie eine kontinuierliche Transparenz über den Anlagenzustand durch eine skalierbare Architektur für das Industrial Internet of Things (IIoT) bereitstellt, die in bestehenden Anlagen implementiert werden kann.

Drahtlose Monitoring-Architektur für Prozessindustrien
Emerson hat die Synchros-Plattform für das Industrial Internet of Things vorgestellt, ein drahtloses System zur Anlagenüberwachung, das die Optimierung von Instandhaltungsprozessen und die Transparenz über den Zustand von Anlagen in Prozessindustrien unterstützen soll. Die Plattform ist für Anwendungen in der Chemie-, Öl- und Gasindustrie, Energieerzeugung, Life-Sciences-Branche sowie in Wasser- und Abwasseranlagen ausgelegt.

Das System ermöglicht es Instandhaltungsteams, Inspektionspunkte zu digitalisieren, deren Datenerfassung bislang manuell erfolgte. Durch die Umwandlung periodischer Inspektionen in kontinuierliche Überwachungsprozesse können Anlagenbetreiber sich entwickelnde Probleme früher erkennen und die Instandhaltungsplanung verbessern.

Die Plattform nutzt die WirelessHART-Technologie, einen in der Prozessautomatisierung weit verbreiteten industriellen Funkkommunikationsstandard. Die drahtlose Architektur ermöglicht eine Erweiterung der Überwachungsabdeckung ohne umfangreiche Änderungen an der bestehenden Infrastruktur und reduziert damit den Installationsaufwand im Vergleich zu herkömmlichen kabelgebundenen Instrumentierungsprojekten.

Digitalisierung von Inspektionsprogrammen durch kontinuierliche Datenerfassung
Viele industrielle Anlagenkomponenten bleiben unüberwacht, weil die Kosten für die Installation permanenter Messtechnik den wahrgenommenen Nutzen der gewonnenen Daten übersteigen können. Daher verlassen sich Instandhaltungsteams häufig auf planmäßige Inspektionen, wodurch Zeiträume entstehen, in denen sich Verschleiß oder Schäden unbemerkt entwickeln können.

Laut Emerson soll die Synchros-Plattform diese Lücke schließen, indem Unternehmen mit der gezielten Überwachung kritischer Anlagen beginnen und die Abdeckung im Laufe der Zeit über eine gemeinsame Infrastruktur für die digitale Lieferkette erweitern können. Dieses schrittweise Einführungsmodell ermöglicht die Skalierung von Monitoring-Programmen, ohne bestehende Automatisierungssysteme ersetzen zu müssen.

Erste Geräte für Temperaturüberwachung und Netzwerkerweiterung
Die erste Version der Plattform umfasst zwei Geräte: ein drahtloses Temperaturüberwachungsinstrument und einen drahtlosen Netzwerk-Repeater.

Das Temperaturüberwachungsgerät erfasst sowohl Oberflächen- als auch Umgebungstemperaturen. Diese Messdaten können genutzt werden, um ungewöhnliche Betriebszustände in Anlagen wie Pumpen, Wärmetauschern, Drehschiebern, Dampfsystemen und Begleitheizungen zu erkennen. Temperaturabweichungen dienen häufig als frühe Indikatoren für mechanischen Verschleiß, Isolationsfehler, Prozessineffizienzen oder eine Verschlechterung der thermischen Leistung.

Der drahtlose Repeater erweitert die Kommunikationsabdeckung innerhalb industrieller Anlagen und ermöglicht die Installation von Überwachungsgeräten an Standorten, die andernfalls außerhalb der Netzwerkreichweite liegen würden. Dadurch kann die Monitoring-Abdeckung erweitert werden, ohne zusätzliche kabelgebundene Kommunikationsinfrastruktur installieren zu müssen.

Erweiterungsstrategie für zusätzliche Prozessmessgrößen
Emerson hat angekündigt, die Plattform über die reine Temperaturüberwachung hinaus weiterzuentwickeln. Zukünftige Geräte sollen zusätzliche Prozessmessgrößen wie Druck und weitere Betriebsparameter unterstützen.

Darüber hinaus plant das Unternehmen die Einführung zusätzlicher Konnektivitätsoptionen für geografisch verteilte Infrastrukturen. Zu den Anwendungsbereichen zählen Wasser- und Abwassernetze sowie Stromübertragungs- und Verteilnetze, deren Anlagen über große Versorgungsgebiete verteilt sein können.

Diese erweiterte Konnektivitätsstrategie steht im Einklang mit den branchenweiten Bemühungen, das industrielle Datenökosystem zu stärken und die Transparenz über entfernte und verteilte Anlagen zu verbessern.

Einsatz in explosionsgefährdeten und industriellen Umgebungen
Die Plattform wurde für den Einsatz in industriellen Betriebsumgebungen entwickelt, einschließlich explosionsgefährdeter Bereiche, wie sie häufig in Prozessanlagen vorkommen.

Emerson zufolge sollen vereinfachte Installationsverfahren und ein robustes Design die Komplexität der Implementierung reduzieren und gleichzeitig die Erweiterung des Systems bei steigenden Monitoring-Anforderungen unterstützen. Darüber hinaus verweist das Unternehmen auf potenziell geringere Schulungsanforderungen und einen reduzierten Wartungsaufwand im Vergleich zu komplexeren Monitoring-Architekturen.

Zusätzlicher Kontext
Dieser Abschnitt enthält technische Spezifikationen und Wettbewerbsvergleiche, die in der ursprünglichen Pressemitteilung nicht enthalten waren.

WirelessHART, standardisiert nach IEC 62591, gehört zu den weltweit am weitesten verbreiteten industriellen Funkprotokollen für Instrumentierung und Zustandsüberwachung. Zu den konkurrierenden drahtlosen Monitoring-Ökosystemen zählen die OneWireless-Plattform von Honeywell, industrielle Funküberwachungslösungen von Siemens sowie die drahtlosen Feldinstrumentierungssysteme von Yokogawa. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal in diesem Marktsegment ist die Möglichkeit, Überwachungspunkte ohne die Installation neuer Verkabelungsinfrastruktur einzurichten.

Die Temperaturüberwachung stellt häufig den Einstieg in die drahtlose Zustandsüberwachung dar, da thermische Anomalien frühe Hinweise auf Anlagenfehler liefern können. Branchenstudien zeigen, dass eine kontinuierliche Zustandsüberwachung die Genauigkeit der Instandhaltungsplanung verbessern und ungeplante Stillstandszeiten gegenüber inspektionsbasierten Wartungsprogrammen reduzieren kann, insbesondere bei rotierenden Maschinen und thermischen Prozesssystemen.

Bearbeitet von Aishwarya Mambet, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.

www.emerson.com

  Fordern Sie weitere Informationen an…

LinkedIn
Pinterest

Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil