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Programmierbare Automatisierungsplattform für Kunststoffverarbeitungsmaschinen
GEFRAN führt die G-Mation-Automatisierungsplattform mit Docker-Technologien für Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung ein.
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GEFRAN hat die programmierbare Plattform G-Mation vorgestellt, eine skalierbare Automatisierungsarchitektur für den Bereich der Kunststoffverarbeitung. Das System integriert Prozesssteuerung und Datenanalyse, um Extrusions-, Blasform- und Spritzgießmaschinen in elektrischen, hydraulischen und hybriden Konfigurationen zu unterstützen.
Hardware-Architektur und Netzwerkspezifikationen
Die Kernkomponente der Architektur ist die programmierbare logische Steuerung (SPS) G-Mation P6. Die Steuerung nutzt das EtherCAT-Protokoll, um eine deterministische Echtzeitkommunikation mit Zykluszeiten von bis zu 250 Mikrosekunden zu ermöglichen. Die Hardware erlaubt es einzelnen Eingangs-/Ausgangsmodulen (E/A), als dedizierte EtherCAT-Knoten zu fungieren, wobei die P6-Einheit in der Lage ist, zwei separate EtherCAT-Netzwerke gleichzeitig zu verwalten. Für die Integration von bestehenden industriellen Altanlagen behält das System die Abwärtskompatibilität durch CANopen- und Modbus-Master-Konfigurationen bei. Das breitere Hardware-Ökosystem umfasst dezentrale G3-E/A-Module, V4x-HMI-Panels (Human-Machine Interface) bis zu 21 Zoll und W5x-Browser-Panels bis zu 24 Zoll.
Software-Containerisierung und Cloud-Konnektivität
Auf der Softwareebene integriert die Plattform die Docker-Container-Technologie. Diese Architektur isoliert Softwareumgebungen, sodass Betreiber neue Diagnose- oder Konfigurationsanwendungen direkt auf der Steuerung bereitstellen können, ohne die physische Basismaschine zu verändern. Für die Cloud-Konnektivität und die übergeordnete industrielle Kommunikation implementiert die P6-SPS nativ die Protokolle MQTT, OPC UA und Euromap. Darüber hinaus generiert ein integrierter Webserver HTML-basierte Schnittstellen für die lokale Steuerung und Überwachung, was den Betrieb über Standard-Browser-Panels, Industrie-PCs oder Tablet-Geräte ermöglicht.
Zusätzlicher Kontext: Dieser Abschnitt detailliert technische Spezifikationen und Benchmarks, die nicht in der ursprünglichen Produktankündigung enthalten waren.
In der Kunststoffverarbeitungsindustrie wird die Interoperabilität weitgehend durch EUROMAP-Standards diktiert (wie etwa EUROMAP 77, der den Datenaustausch zwischen Spritzgießmaschinen und Manufacturing Execution Systems via OPC UA definiert). Durch die native Einbettung dieser Protokolle erfordert die GEFRAN-Plattform keine externen Gateway-Geräte oder Protokollkonverter. Zudem verdeutlicht die Integration von Docker-Containerisierung direkt auf der SPS-Hardware die fortschreitende Konvergenz von IT (Information Technology) und OT (Operational Technology). Während sich traditionelle SPS-Steuerungen für den deterministischen Betrieb strikt auf IEC-61131-3-Sprachen verlassen, können Edge-fähige Steuerungen wie die P6 isolierte IT-Anwendungen – wie vorausschauende Wartungsalgorithmen oder maßgeschneiderte MQTT-Broker – parallel zum Echtzeit-Maschinensteuerungs-Kernel ausführen. Dieser containerisierte Ansatz konkurriert direkt mit modernen Edge-Architekturen wie ctrlX CORE von Bosch Rexroth und der Industrial Edge-Plattform von Siemens und stellt sicher, dass übergeordnete Datenanalysen die kritischen 250 µs EtherCAT-Zykluszeiten nicht stören.
Redaktionell bearbeitet von Lekshman Ramdas, Induportals-Redakteur – angepasst durch KI.
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