DXC-Studie: DACH-Unternehmen fordern KI-Kontrolle trotz steigender Autonomie
80 Prozent der Firmen wollen menschliche Aufsicht, während autonome KI-Systeme zunehmend wichtige Geschäftsentscheidungen treffen.
dxc.com

DXC Technology hat den „DXC Digital Future Monitor 2026“ veröffentlicht, für den 300 Fach- und Führungskräfte in der DACH-Region befragt wurden. Die Studie offenbart einen strategischen Widerspruch: Während 80 Prozent der Unternehmen darauf bestehen, dass Menschen bei neuen KI-Prozessen stets die finale Entscheidung treffen, halten es 58 Prozent für wahrscheinlich, dass KI-Systeme künftig selbstständig weitreichende Geschäftsentscheidungen fällen.
Virtuelle Agenten und Compliance-Risiken
Der Wandel am Arbeitsplatz ist laut der Studie bereits in vollem Gange. 71 Prozent der Befragten erwarten in den kommenden drei Jahren einen rasanten Anstieg virtueller KI-Agenten, und 74 Prozent sehen Teams aus Menschen und KI als Voraussetzung für den künftigen Geschäftserfolg. Gleichzeitig berichten 66 Prozent der Unternehmen, dass intransparente KI-Entscheidungen bereits neue Compliance-Aufgaben erzeugt haben. Ramsés Gallego, Chief Technologist Cybersecurity bei DXC, warnt davor, KI-Systemen ohne vorherige Governance-Strukturen – bestehend aus klaren Richtlinien, technischen Schutzmechanismen und menschlicher Aufsicht – mehr Entscheidungsspielraum zu gewähren.
Zusätzlicher Kontext
Dieser Abschnitt bietet technologische und strategische Hintergründe, die nicht explizit in der ursprünglichen Mitteilung enthalten sind.
Mit dem Einzug von generativer KI und autonomen Agenten (sogenannten AI Agents) in Unternehmensprozesse wächst die Lücke zwischen technologischer Machbarkeit und regulatorischer Kontrolle. Viele Unternehmen kämpfen zunehmend mit „Shadow AI“ – dem unregulierten und oft unbemerkten Einsatz von KI-Tools durch Mitarbeiter, was erhebliche Sicherheits- und Datenschutzrisiken birgt. Darüber hinaus zwingen neue gesetzliche Rahmenbedingungen, wie der europäische AI Act, Unternehmen in der DACH-Region dazu, transparente, faire und nachvollziehbare KI-Systeme nachzuweisen. Eine proaktive und robuste Governance-Strategie ist daher nicht nur eine ethische Notwendigkeit, sondern ein geschäftskritischer Faktor zur Vermeidung rechtlicher Konsequenzen.
Redaktionell bearbeitet von Lekshman Ramdas, Induportals-Redakteur – angepasst durch KI.
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