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Mitutoyo LEGEX Takumi stärkt europäische Koordinatenmesstechnik
Das spanische Metrologiezentrum CEM nutzt ein hochpräzises Koordinatenmessgerät zur rückführbaren Kalibrierung in Luftfahrt-, Automobil- und Medizintechnik mit Messabweichungen im Submikrometerbereich.
www.mitutoyo.eu

Bild 1: Spanisches Metrologiezentrum CEM in Tres Cantos (Madrid)
Das Spanische Metrologiezentrum (Centro Español de Metrología – CEM) hat kürzlich als erster Mitutoyo-Kunde in Europa ein LEGEX Takumi-Koordinatenmessgerät (KMG) in Betrieb genommen. Da sich dieses Messgerät durch äußerste Genauigkeit auszeichnet, ist das CEM in Europa führend in der Koordinatenmesstechnik. Zugleich zeigt diese Anwendung, dass anspruchsvolle Institute für Metrologie gern die fortschrittlichste Technologie von Mitutoyo einsetzen.
Das CEM ist eine staatliche Einrichtung, die dem spanischen Wirtschaftsministerium unterstellt ist. Es verantwortet die Umsetzung sowie Aufrechterhaltung der nationalen Standards für Maßeinheiten und unterstützt die Kalibrierlabore im ganzen Land.
Mithilfe der LEGEX Takumi kann das CEM die messtechnische Rückverfolgbarkeit gewährleisten – in anspruchsvollen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie und der Medizintechnik. Das nationale Metrologiezentrum unterstützt jedes Jahr Tausende von Kalibrierungen und leistet damit einen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Industrie.
Das Ziel: Exzellenz im Nanometerbereich
Das CEM pflegt und schützt die nationalen Standards des Internationalen Einheitensystems. Außerdem nimmt es an Forschungsprojekten für messtechnische Aufgabenstellungen teil. Aelio A. Arce Criado, Leiter des Labors für topografische und geodätische Instrumente beim CEM, schildert die Herausforderung: „Weil wir stets bestrebt sind, Kalibrierungen auf höchstem Niveau durchzuführen, versuchen wir, alle Variablen zu kontrollieren, die die Messung beeinflussen könnten. So können wir deren Auswirkungen minimieren und höchstmögliche Präzision bei der Kalibrierung gewährleisten. Dafür brauchen wir aber Messgeräte, mit denen wir diese Präzision erreichen können.“

Bild 2: Die LEGEX 574 Takumi von Mitutoyo wurde im März 2025 installiert.
Hintergrund und Auswahlkriterien
Im CEM-Geschäftsfeld „Längenmessung und Präzisionstechnik“ verwendet man bereits seit Langem hochpräzise Messgeräte von Mitutoyo – zum Beispiel, seit 2005, die ULTRA Quick Vision 350 Pro mit einer Messunsicherheit von weniger als 0,5 μm sowie, seit 2008, das CNC-Formmessgerät Roundtest RA-5100, das die Bestimmung der Rundheit von Einmesskugeln mit einer Auflösung von 1 nm und einer Messunsicherheit von weniger als 10 nm erlaubt. Die lange Lebensdauer beweist die Zuverlässigkeit der Mitutoyo-Messgeräte.
Als öffentliche Einrichtung wählt das CEM neue Geräte ausschließlich auf der Grundlage objektiver Kriterien aus, die Aelio Arce erläutert: „Wir suchen nach Lösungen, die auf den besten derzeit verfügbaren Technologien basieren. So stellen wir sicher, dass wir die Geräte über lange Zeit einsetzen können. Außerdem achten wir ganz besonders auf die Aspekte Programmierung, Automatisierung und Verwaltung der erzeugten Daten. Und wir evaluieren den technischen Support sowie die Garantie, die der Hersteller bietet.“
Angesichts dieser Bedingungen fiel die Wahl auf die LEGEX 574 Takumi von Mitutoyo, die u. a. durch eine herausragende technische Leistung, bewährte Zuverlässigkeit, modernste Automatisierung und eine fortschrittliche Verwaltung der Messdaten überzeugt. Dank der Anschaffung dieses Messgeräts
kann das CEM das Spektrum der angebotenen Messungen erweitern, mit einer Längenmessabweichung von E0,MPE = (0,23+0,7L/1000) µm.

Bild 3: Blick auf den Einsatzbereich der LEGEX 574 Takumi von Mitutoyo im CEM
Erste Installation in Europa
Die Installation der ersten LEGEX Takumi in Europa übernahmen Teams aus Mitarbeitern des CEM, von Mitutoyo und des spanischen Mitutoyo-Vertriebspartners Sariki. Zu ihren Aufgaben gehörten die Klimatisierung zur Gewährleistung thermischer Stabilität, das Aufstellen und Nivellieren der Anlage mit mikrometrischer Präzision, die Erstkalibrierung, Schulungen für Bediener und die Validierung des Betriebs.
Seit ihrer Inbetriebnahme hat die Maschine die Erwartungen des CEM in Bezug auf Präzision, Wiederholbarkeit und Stabilität nicht nur erfüllt, sondern sogar noch übertroffen. Darüber hinaus bietet die Automatisierung der Messungen, die nun möglich ist, große Vorteile für das Labor, welches jährlich Hunderte von Kalibrierungen durchführt. Aelio Arce erklärt dazu: „Die Automatisierung reduziert den Einfluss des Bedieners auf die Messung und verkürzt die dafür erforderliche Zeit. Damit verkürzt sich auch die Zeit, während der die Messgeräte dem Kunden nicht zur Verfügung stehen.“
Die LEGEX Takumi ermöglicht unbeaufsichtigte Messungen und schafft u. a. die Voraussetzung für erhöhten Durchsatz ohne Einbußen bei der Genauigkeit, vollständige Rückverfolgbarkeit der Daten und Ressourcenoptimierung. Dieses Eigenschaftsprofil passt bestens zu den Anforderungen der Kunden des CEM, zu denen akkreditierte Labore, Forschungszentren und Industrieunternehmen zählen.

Bild 4: Die ULTRA Quick Vision 350 Pro von Mitutoyo wurde 2005 im CEM installiert und hat eine Messunsicherheit von weniger als 0,5 μm.
Erreichen von Präzision im Nanometerbereich für die Koordinatenmesstechnik
Mit der LEGEX Takumi ist es dem CEM gelungen, in der Koordinatenmessung im Absolutmodus ein extrem hohes Maß an Präzision zu erreichen. Aelio Arce äußert sich hierzu wie folgt: „Wir kontrollieren möglichst alle Variablen, die die Messung beeinflussen können – zum Beispiel die thermischen Bedingungen –, um deren Auswirkungen zu minimieren. So können wir eine Kalibrierung mit geringstmöglicher Unsicherheit gewährleisten.“ Auch die Konstruktion des Messgeräts leistet selbstverständlich einen erheblichen Beitrag zu seiner hohen Messgenauigkeit.
Der hohe Automationsgrad des Messprozesses minimiert den Bedienereinfluss und beseitigt damit eine Ursache für Ungenauigkeiten – mit dem Ergebnis, dass das CEM jetzt Messungen mit einer Präzision im Nanometerbereich erreicht. Damit gehört es zu den weltweit besten nationalen Messinstituten.

Bild 5: Mit dem CNC-Formmessgerät Roundtest RA-5100 von Mitutoyo, welches das CEM 2008 in Betrieb nahm, kann die Rundheit von Einmesskugeln mit einer Messunsicherheit von weniger als 10 nm bestimmt werden.
Das Know-how und der technische Support von Mitutoyo
Aus Sicht des CEM liegt die wahre Kompetenz eines Lieferanten nicht nur in seiner Gerätepalette, sondern auch in seiner Fähigkeit, umfassenden technischen Support zu leisten. Hier kann Mitutoyo überzeugen. Aelio Arce fasst die Erfahrungen des CEM zusammen: „Wenn wir Geräte von Mitutoyo kaufen, erhalten wir grundsätzlich nicht nur technischen Support, sondern auch spezifische Schulungen, die es uns ermöglichen, das Potenzial der Maschinen optimal auszuschöpfen. Das ist für uns eine Dienstleistung mit echtem Mehrwert. Sie schafft eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir unsere messtechnischen Fähigkeiten kontinuierlich weiterentwickeln. Davon profitieren schließlich unsere Kunden.“
Konkret bedeutet das: Die Nutzung der ersten LEGEX Takumi in Europa gewährleistet aus spanischer Perspektive die Rückführbarkeit von Messnormen und somit die Aufrechterhaltung der gesamten nationalen Messkette. Sie steigert die Wettbewerbsfähigkeit strategischer Sektoren, macht den
Standort interessant für internationale Forschungsprojekte und positioniert das Land als europäische Referenz in der dimensionalen Messtechnik.
Weitere Informationen:
Centro Español de Metrología
Mitutoyo Europe
Sariki
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