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Rolls-Royce treibt Dekarbonisierung mit HVO-basierten Motorentests voran

Umstellung auf erneuerbaren Diesel reduziert Emissionen, stärkt nachhaltige Produktion und unterstützt die Transformation industrieller Anwendungen.

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Rolls-Royce treibt Dekarbonisierung mit HVO-basierten Motorentests voran

Rolls-Royce setzt seine Strategie zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks konsequent fort und stellt die Motorentests in Friedrichshafen, Augsburg und Ruhstorf (Deutschland) auf hydriertes Pflanzenöl (HVO) um. Bis Ende 2025 konnte das Unternehmen durch den Einsatz von erneuerbarem Diesel aus pflanzlichen und Abfallrohstoffen rund 3.200 Tonnen CO₂ einsparen. Gleichzeitig wurden Emissionen von Rußpartikeln und Stickoxiden deutlich reduziert.

Dekarbonisierung der Produktion vorantreiben
Die Umstellung begann mit ersten Testläufen im September 2024 und wurde im Laufe des Jahres 2025 schrittweise auf weitere Standorte ausgeweitet. Inzwischen werden alle wesentlichen mtu-Motoren der Baureihe 4000 für Anwendungen in Schifffahrt, Bahn und Energieversorgung in Deutschland mit HVO getestet.

Am Standort Friedrichshafen konnten die CO₂-Emissionen der Prüfstände im Jahr 2025 im Vergleich zum Betrieb mit fossilem Diesel um rund 25 % gesenkt werden. Für 2026 erwartet Rolls-Royce Power Systems weitere Einsparungen, da die Prüfstände ganzjährig mit nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden.

„Die Dekarbonisierung unserer eigenen Prozesse ist eine klare unternehmerische Priorität. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Kunden mit unseren Lösungen bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele“, erklärt Nicholas Templin, Executive Vice President Produktion, Logistik und Qualitätsmanagement bei Rolls-Royce Power Systems. „Die Umstellung auf HVO ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Fertigung. Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv und bestätigen die Praxistauglichkeit dieser Lösung.“

Bewährte Technologie ohne Anpassungsbedarf
Seit 2021 testet und zertifiziert Rolls-Royce seine zentralen mtu-Motorenbaureihen für den Betrieb mit HVO und weiteren nachhaltigen Kraftstoffen gemäß DIN EN 15940. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass HVO ohne technische Anpassungen als direkter Ersatz für fossilen Diesel eingesetzt werden kann.

Neben der CO₂-Reduktion bietet HVO weitere ökologische Vorteile:
  • Reduktion von Partikelemissionen um bis zu 40 %
  • Verringerung von Stickoxiden um bis zu 8 %
  • Senkung der CO₂-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um bis zu 90 %
Da HVO aus erneuerbaren Rohstoffen und teilweise aus Abfällen hergestellt wird, entsprechen die gesamten Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette weitgehend dem zuvor gebundenen Kohlenstoff.

Breite Anwendung in der Praxis
Zahlreiche Kunden von Rolls-Royce Power Systems setzen HVO bereits erfolgreich in unterschiedlichen Anwendungen ein – darunter Bahn, Schifffahrt, Bergbau, Rechenzentren und Energieversorgung.

Die Deutsche Bahn nutzt seit 2022 nachhaltige Kraftstoffe und reduziert damit ihren CO₂-Ausstoß. Rechenzentren wie das Eco Datacenter in Schweden betreiben ihre Notstromaggregate mit HVO. Auch der Bergbaukonzern Rio Tinto setzt den Kraftstoff in Großgeräten in Kalifornien und Australien ein.

Unterstützung bei der Transformation
Rolls-Royce begleitet seine Kunden aktiv bei der Umstellung auf HVO – von der Auswahl geeigneter Produkte bis hin zur Beratung zu technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen.

Durch die Kombination bewährter Motorentechnologie mit nachhaltigen Kraftstoffen ermöglicht Rolls-Royce unmittelbare Emissionsreduktionen und unterstützt gleichzeitig die langfristige Transformation hin zu klimafreundlichen Industrie- und Energiesystemen.

Bearbeitet von Maria Brueva, Redakteurin bei Induportals – mit Unterstützung von KI angepasst.

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