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Industrielle Kommunikationsnetzwerke sichern die Datenübertragung in kritischen Energie-Infrastrukturen

Moxa erweitert sein Portfolio um Gateways und Geräteserver für die verschlüsselte Protokollkonvertierung in dezentralen Netzen.

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Industrielle Kommunikationsnetzwerke sichern die Datenübertragung in kritischen Energie-Infrastrukturen

Moxa hat die Markteinführung seiner neuen Generation von Modbus-Gateways und industriellen Geräteservern bekannt gegeben, um die Ausfallsicherheit und Cybersicherheit in modernen Stromnetzen zu erhöhen. Diese Hardwarekomponenten ermöglichen die nahtlose Einbindung serieller Bestandsgeräte in Ethernet-Netzwerke, was insbesondere für die Modernisierung von Batteriespeichersystemen, Erneuerbare-Energie-Anlagen und Umspannwerken von zentraler Bedeutung ist. Um diese Fähigkeiten in einer Live-Betriebsumgebung zu demonstrieren, wird das gesamte Portfolio auf der Fachmesse EM-Power Europe präsentiert, die als Teil von The smarter E Europe vom 23. bis 25. Juni 2026 in München, Deutschland, stattfindet.

Transparente Protokollkonvertierung und verringerte SCADA-Abfragezyklen

Die industrielle Netzwerkinfrastruktur setzt auf spezialisierte Konvertierungsalgorithmen, um Datenströme zwischen Modbus TCP, RTU und ASCII-Protokollen transparent zu übersetzen. Die Modbus-Gateways nutzen ein aktives Polling-Verfahren, bei dem Prozessdaten direkt im Gerät zwischengespeichert werden. Durch diese dezentrale Datenpufferung können übergeordnete SCADA-Systeme die Netzparameter ohne die sonst üblichen seriellen Wartezeiten auslesen, was die Abfragezyklen im Kontrollraum deutlich verkürzt.

Für die physische Anbindung stehen serielle Schnittstellen bereit, während die Geräteserver über zwei Ethernet-Ports verfügen. Diese duale Port-Konfiguration ermöglicht je nach Redundanzkonzept entweder den Aufbau von kaskadierten Schleifentopologien oder den getrennten Betrieb mit zwei unabhängigen IP-Adressen zur logischen Netzwerktrennung. Ein integrierter Überspannungsschutz sichert die Kommunikationskanäle gegen transiente Störspannungen ab, wie sie in Hochspannungsumgebungen häufig auftreten.

Hardware-Härtung nach IEC 62443 und softwaregestützte NIS2-Konformität

Die Hardware-Entwicklungsprozesse und Gerätefunktionen sind durchgängig nach der Sicherheitsnorm IEC 62443 zertifiziert. Mit dem Erreichen des Security Levels 2 nach IEC 62443-4-2 verfügen die Gateways und Geräteserver über integrierte Sicherheitsmechanismen wie verschlüsselte Datenübertragung und Benutzerauthentifizierung, die unbefugte Manipulationen an der Netzperipherie verhindern. Ergänzt wird diese Schutzbarriere auf Feldebene durch industrielle Firewalls, die mittels signaturbasierter Deep-Packet-Inspection den Datenverkehr bis auf Protokollebene analysieren und Anomalien blockieren.

Zur Überwachung komplexer Systemtopologien steuert eine zentrale Netzwerk-Management-Software die automatische Erkennung aller IP- und SNMP-Endpunkte. Die Software visualisiert den Härtungszustand der einzelnen Komponenten und gleicht die installierten Firmware-Versionen kontinuierlich mit bekannten Sicherheitsrisiken ab. Diese automatisierte Schwachstellenanalyse und die Protokollierung von unautorisierten Geräten unterstützen Betreiber kritischer Infrastrukturen bei der Erfüllung der gesetzlichen NIS2-Vorgaben.

Zusätzlicher Kontext: Diese Sektion detailliert technische Spezifikationen und das wettbewerbliche Benchmarking, die nicht in der ursprünglichen Produktankündigung enthalten waren
Auf dem Markt für industrielle Kommunikationslösungen im Energiesektor konkurriert diese Plattform direkt mit etablierten Systemen wie den NetLink-Gateways von Hilscher oder den Anybus-Kommunikationsmodulen von HMS Industrial Networks. Der objektive technische Vergleich zeigt, dass während herkömmliche Serial-to-Ethernet-Konverter oft nur grundlegende Protokollübersetzungen ohne tiefergehende Sicherheitsfunktionen bieten, Moxa die Härtungsrichtlinien nach IEC 62443-4-2 direkt auf Firmware-Ebene verankert. Dies minimiert das Risiko von Signalreflexionen und Denial-of-Service-Angriffen auf serielle Schnittstellen.

Zudem ermöglicht die Kombination aus softwarebasierter Topologie-Visualisierung und signaturbasiertem IPS/IDS ein proaktives Incident-Response-Management, das über reine Hardware-Filter hinausgeht. Allerdings erfordert die vollständige Gigabit-Netzwerkarchitektur mit durchgängiger Verschlüsselung bei maximaler Auslastung präzise abgestimmte Bandbreitenbudgets im Backbone des Energieversorgers, da die kryptografische Verarbeitung der Modbus-Pakete bei extrem hohen Abfrageraten die Latenzzeiten im Vergleich zu unverschlüsselten, rein dedizierten Point-to-Point-Verbindungen geringfügig erhöhen kann.

Bearbeitet von Sucithra Mani, Induportals-Redakteurin – angepasst durch KI.


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