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Push-In-Steckverbinder für modulare Energie- und Industrieanwendungen
HARTING erweitert die Han-Modular Baureihe um Push-In-Steckverbinder und Hochstrommodule für Maschinenbau, Energieverteilung und Schienenfahrzeuge.
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Neue Push-In-Anschlusstechnologien und Hochstrommodule erweitern den modularen Steckverbinderbaukasten für industrielle Anwendungen mit Fokus auf schnellere Installation, höhere Leistungsdichte und flexible Integration in Energie- und Automatisierungssysteme.
Werkzeugfreie Push-In-Anschlusstechnik für die Feldinstallation
Die Push-In-Technologie ermöglicht den werkzeugfreien Schnellanschluss von Leitern und Kontakten in Industriesteckverbindern. Besonders im Feldeinsatz reduziert dieses Konzept den Installationsaufwand, da Leiter mit kleinerem Durchmesser lediglich mit einer Aderendhülse versehen und direkt in die Kontaktkammer eingeführt werden müssen. Eine Crimpzange ist nicht erforderlich.
Für die Demontage kann der Leiter zerstörungsfrei entfernt werden. Durch Betätigung eines Mechanismus mit einem Schraubendreher wird die Feder gelöst und der Leiter freigegeben. Dieses Verfahren vereinfacht Wartungs- und Umbauprozesse in industriellen Anwendungen.
Neue Domino-Module für kompakte Leistungsanschlüsse
HARTING erweitert die Han-Modular® Serie um die Steckverbindereinsätze Han® Domino EE Push-in mit 16 A sowie Han® Domino CC Push-in mit 40 A. Beide Varianten sind für Anwendungen im kleinen bis mittleren Spannungs- und Leistungsbereich ausgelegt.
Typische Einsatzbereiche umfassen Maschinenbau, Energieverteilungen, Konverter für Photovoltaikanlagen sowie Batterieschränke. Durch die Miniaturisierung der Module lassen sich kompaktere Anwendungen realisieren, während die höhere Leistungsdichte zur Reduzierung der Gesamtkosten beiträgt.
Die Push-In-Technologie unterstützt unterschiedliche Leitertypen, darunter Litzenleiter, Massivleiter und Leiter mit Aderendhülsen. Laut Hersteller kann die Montagezeit durch das direkte Einführen des Leiters in die Kontaktkammer um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig lässt sich der Platzbedarf im Vergleich zu konventionellen Lösungen um bis zu 50 Prozent verringern.
Hochstrommodule für batterieelektrische Schienenfahrzeuge
Für Anwendungen im Bereich Schienenfahrzeuge wurde das neue Han-Modular® 400A Modul entwickelt. Das Modul unterstützt Anwendungen in batterieelektrischen Zügen mit bis zu 1500 V und 400 A und eignet sich sowohl für Gleichstrom- als auch Wechselstromanwendungen.
Die Kontakte sind mit einem IP20-Berührungsschutz ausgestattet, um Risiken durch elektrische Entladungen beispielsweise beim Anschluss von Batteriesystemen zu minimieren. Das Modul unterstützt Leiterquerschnitte bis 185 mm² und adressiert damit den steigenden Bedarf an höheren Strömen und größeren Leitungsquerschnitten in Energiespeichersystemen.
Integration von Leistungs- und Datenübertragung
Ein wesentliches Merkmal des modularen Steckverbinderkonzepts besteht in der Integration unterschiedlicher Übertragungsarten innerhalb eines gemeinsamen Gelenkrahmens. Neben Hochstromkontakten können zusätzliche Module für Daten- und Signalübertragung integriert werden.
Dadurch lassen sich beispielsweise Temperaturüberwachungssysteme oder Zustandsüberwachungsfunktionen in eine zentrale Schnittstelle integrieren. Dieses Konzept unterstützt Anwendungen in intelligenten Energieverteilungen und industriellen Automatisierungsumgebungen innerhalb eines modularen Industrial-IoT-Ansatzes.
Anwendungen in Energieverteilung und Batteriesystemen
Die Erweiterung der Han-Modular® Plattform adressiert Anwendungen mit steigenden Anforderungen an Leistungsdichte, Flexibilität und Wartungsfreundlichkeit. Insbesondere in Batteriespeichersystemen und elektrischen Energieverteilungen steigt der Bedarf an modularen Schnittstellen, die hohe Ströme mit Datenkommunikation kombinieren.
Mit einem Portfolio von mehr als 100 Steckverbindermodulen unterstützt das System unterschiedliche Konfigurationen für Energie-, Signal- und Datenübertragung innerhalb einer gemeinsamen Steckverbindung.
Zusätzlicher Kontext: technische Spezifikationen und Wettbewerbsvergleich, die in der ursprünglichen Ankündigung nicht enthalten sind
Im Marktsegment modularer Industriesteckverbinder bieten Hersteller wie Phoenix Contact, TE Connectivity und Weidmüller vergleichbare Push-In- und Hochstromlösungen an. Push-In-Technologien werden zunehmend eingesetzt, um Installationszeiten zu reduzieren und die Fehlerrate bei Feldkonfektionen zu minimieren.
Im Hochstrombereich unterstützen vergleichbare Lösungen Ströme zwischen 350 A und 500 A für Anwendungen in Energiespeichern, Ladeinfrastruktur und elektrischen Antriebssystemen. Unterschiede bestehen typischerweise bei maximal unterstützten Leiterquerschnitten, Schutzarten, Modularität sowie der Integration zusätzlicher Daten- und Signalmodule.
Die vorgestellte Lösung differenziert sich insbesondere durch die Kombination aus Push-In-Anschlusstechnik, modularer Integration von Leistungs- und Datenübertragung sowie der Unterstützung von Hochstromanwendungen bis 1500 V/400 A innerhalb eines einheitlichen Steckverbinderbaukastens.
Bearbeitet von Maria Brueva, Induportals-Redakteurin – angepasst durch KI.
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